Aayushi Srivastava ergänzt das Heidelberger Leitungsquartett

Heidelberg, Deutschland. Marlboro Country? Bei über 8,5 Millionen chronisch kranken Patienten für die jede Vorlesung zu spät ist, wollen viele angehende Ärztinnen und Ärzte mehr tun: Das Problem bei der Wurzel packen und Schüler so aufklären, dass sie garnicht erst anfangen. So auch Aayushi Srivastava (20, Foto), die nun an der Medizinfakultät in ihrem sechsten Semester Verantwortung übernimmt für gut 1.000 Schüler im Jahr, die Medizinstudenten der lokalen Aufklärung gegen Tabak Gruppe besuchen.

Aayushi, was war dein Grund bei AGT mitzumachen?

„Ich halte es für sehr wichtig, mich in der Gemeinschaft zu engagieren, und bin deswegen schon seit meinem ersten Semester bei AGT dabei. Ich hätte nie erwartet, dass ich irgendwann Gruppenleiterin werden würde, aber ich freue mich sehr auf die Möglichkeit, noch mehr bewirken zu können.“
Welche Ziele hast Du dir für das neue Amt gesetzt?
„Das Sprichwort „Die einzige Konstante ist die Veränderung“ gilt auch für einen Arbeitskreis wie AGT. Meiner Meinung nach gibt es immer irgendetwas, das man verbessern kann, und nur so können Fortschritte erzielt werden. Diesbezüglich freue ich mich natürlich auch, dass wir an einer Studie teilnehmen, wodurch wir die Interventionen im Rahmen von AGT evaluieren können. Ich möchte auch versuchen, mehr Leute auf unseren Arbeitskreis aufmerksam zu machen und mehr Kinder durch unsere Schulbesuche zu erreichen.“

Gab es bereits besondere Erlebnisse in deiner Zeit bei AGT?

„Das erste Mal, das mir sehr nahe ging, war gleich bei meinem zweiten Schulbesuch. Es war eine schwierige Klasse mit ungewöhnlich vielen Rauchern. Eine Schülerin meinte danach, dass sie gar nicht wusste, wie sich das Rauchen auf die Gesundheit auswirkt, und dass sie mit diesem Wissen niemals „Ja“ zur Zigarette sagen würde. Sie wollte auch ihre Eltern davon begeistern, mit dem Rauchen aufzuhören. Dies war ein sehr herausstechendes Erlebnis, aber auch sonst bekommen wir immer sehr positives Feedback von den Schülern nach einem Schulbesuch. Das treibt einen echt an, aktiv weiterzumachen.“

Was machst Du außer Medizin und AGT noch so mit deiner Zeit?

„Ich tanze sehr gerne und nutze jede Sekunde, die ich nicht in der Uni, mit Freunden, bei AGT oder in der Bib bin, um zu tanzen. Irgendwann habe ich auch angefangen, für meine Verwandte in Indien meine Tanzvideos auf meinem Kanal auf YouTube hochzuladen, welcher mittlerweile – ohne es anfangs beabsichtigt zu haben – zunehmend an Bekanntschaft gewonnen hat.“

Vielen Dank für das Interview!

Mehr Infos zum mitmachen für Medizinstudenten in Heidelberg: www.gegentabak.de/universitaet-heidelberg