Interview mit Gruppenleiter Ole Anhuef an der Medizinfakultät Tübingen

Tübingen. Es regnet. Bushaltestellen sind von Marlboro zuplakatiert – davor stehen Schüler. Einige schon mit Zigarette. Medizinstudent Ole Anhuef (23) kämpft seit knapp drei Jahren als Gruppenleiter der AGT Gruppe vor Ort darum, den bunten Plakaten etwas entgegenzusetzen: Interaktive Aufklärung im Klassenraum.
 
Ole, was motiviert Dich die Gruppe in Tübingen zu leiten?
 
„Mich hat vor allem mein erster Schulbesuch motiviert, als ich gemerkt habe, dass bei den Schülern wirkliches Interesse besteht und wir sie mit unserem Programm erreichen. Ab dem Zeitpunkt bekam ich immer mehr involviert in die Arbeit bei AGT und war auf dem ersten Bundestreffen von all dem Engagement an anderen Standorten beeindruckt. Schließlich war ich 2016 dann Verantwortlicher für die AGT Studie in Tübingen und bin sozusagen in die Gruppenleiterposition hineingerutscht.“
 
Wie ist der Stand bei euch?
 
„Mittlerweile werden wir regelmäßig von Schulen in Tübingen angefragt und konnten durch die Studie auch einige neue Schulen im Umkreis für uns begeistern. Unser Programm wird wahrgenommen. So wurde ich schon ins Tübinger Landratsamt eingeladen, um AGT vorzustellen. Außerdem hat sich Prof. Anil Batra aus der Tübinger Suchtmedizin dazu bereit erklärt, mit uns zusammen ein Wahlfach anzubieten ab diesem Semester.“
 
Welche Herausforderungen haben sich Dir als Leiter entgegengestellt?
 
„Anfangs war das größte Problem, uns bei Schulen bekannt zu machen und neue Mentoren zu werben. Für die Studie war es außerdem letztes Jahr ein Problem in Tübingen und Reutlingen Schulen zur Teilnahme zu gewinnen.“
 
Was habt ihr erreichen können?
 
„Die Herausforderungen der letzten Semester haben wir als Lokalgruppe, und mit Unterstützung des AGT Netzwerkes meistern können. Wir sind in Tübingen auf einem guten Weg und werden in den kommenden Semestern sicher weiter wachsen.“
 
Was wollt ihr noch erreichen?
 
„Ich möchte das Wahlfach bekannter und größer machen und die Gruppe schließlich so abgeben können, dass ein reibungsloser Übergang gewährleistet ist.“
 
Vielen Dank für das Interview!
Medizinstudent Ole Anhuef