Das neue Buddy Programm – made by Medizinstudentin Ailís Haney

Wie geht internationale Zusammenarbeit in einem Netzwerk aus knapp 2000 Medizinstudierenden, das mittlerweile in 14 Ländern auf fast allen Kontinenten aktiv ist? Die Lösung brachte Ailís Haney (Foto) ein, die als Medizinstudentin die Gruppe an der Fakultät Heidelberg vor nunmehr knapp drei Jahren gründete: Ein Buddy Programm! Ailís, was ist das und wie kamst Du auf die Idee?

„Die Idee für ein Buddy Programm kam durch die eigene Teilnahme an einem Buddy Program am Karolinska Institut in Stockholm, bei dem internationale Studierende oder Erasmus-Studierende von „schwedischen“ Studierende bei organisatorischen Fragen und Anliegen unterstützt werden. Dieses Konzept wurde jetzt auf Aufklärung gegen Tabak (Englisch: Education Against Tobacco, EAT) übertragen. Jeweils eine deutsche Gruppe und eine der knapp 50 internationalen Gruppen bzw. Ansprechpartnern werden gepaart. Das Ziel ist einerseits die gegenseitige Hilfe und Unterstützung beim Aufbau einer Gruppe und der Austausch von Know-How und Erfahrungen bezüglich AGT. Ein wichtiger Teil dieses Projekts soll aber vor allem auf einer persönlichen Ebene stattfinden: voneinander lernen, Grenzen überschreiten und einen Einblick in ein anderes Land und eine andere Kultur bekommen. “

Wie wird das Programm bisher angenommen?

Bis jetzt wurden zehn Gruppen als Buddies gepaart:
1) Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit University of Novi Sad in Serbien
2) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg mit University Warsaw in Polen
3) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit Federal University of Ouro Preto (UFOP) in Brasilien
4) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn mit Rajshahi Medical College, Rajshahi in Bangladesh
5) Universität Regensburg mit Oman Medical College, Maskat in Oman

Von jeder Gruppe gibt es ein bis zwei verantwortliche Koordinatoren für das Buddy Programm. Sie treten entweder über Facebook, E-Mail oder Skype in Kontakt. Die Koordinator/-innen der fünf Buddy-Paare sind miteinander in Kontakt getreten und haben sich einander vorgestellt. Bei zwei Gruppen gab es gleich zu Beginn schon konkrete Fragen zu ihren Gruppen.“
Wie funktioniert das konkret? Hast Du ein Beispiel?

„In Warsaw befindet sich die EAT Gruppe im Aufbau. Piotr Jankowski, der zuständige Koordinator in Warsaw, ist in sehr engem Kontakt mit Heidelberg, da sich in dieser kritischen Phase viele Fragen für ihn ergeben, die Heidelberg als sehr erfahrene Gruppe ausgezeichnet beantworten kann. Er ist im letzten Jahr seines Studiums und hat Kontakte zu Pulmonolog/-innen seiner Universität, die ihn beim Aufbau der Gruppe unterstützen werden. Auch im Oman ist die Gruppe im Aufbau, hier sind allerdings schon Grundsteine gelegt. Tamadhir Al Mahrouqi, die Koordinatorin im Oman, ist gleichzeitig der Koordinatorin für Public Health in der medizinischen Gesellschaft des Omans. Sie hat die staatliche Schulbehörde kontaktiert, um eine Erlaubnis für Schulbesuche einzuholen und hat schon Werbung für EAT an ihrer Universität gemacht. Vor allem bezüglich des Ablaufs der Schulbesuche und der Evaluation hat sie sich mit Benedikt Gaim aus Regensburg ausgetauscht.

Was sind die nächsten Schritte?

„Das Buddy-Programm ist angelaufen und schreitet stetig voran. In Zukunft werden weitere Gruppen gepaart. Die Vernetzung der internationalen Gruppen mit den deutschen Gruppen soll vor allem über Facebook vorangetrieben werden, beispielsweise durch gemeinsame Gruppen.“